Städteguide: Eskalieren in Kopenhagen

Hallo du Liebe*r,

es ist ja schon unglaublich wie die Zeit vergeht. Im September 2015 habe ich mit meiner allerliebsten Freundin einen Städtetripp nach Kopenhagen gemacht. Als Kind und Jugendliche habe ich schon mehrmals die Stadt besucht und hatte noch im Kopf, dass ich es dort irgendwie ganz cool fand. Also Flug und Hostel gebucht (erinnerst du dich noch an die goldene Zeit als diese Fluggesellschaft mit dem rotem Logo von Düsseldorf aus für 100 Euro incl. Getränke und Snack (!) diverse Ziele angeflogen hat?), ein paar Klamotten in den Rucksack geworfen und nach einer knappen Stunde standen wir schon im Land der Zimtschnecken und Käsekuchen.

Übernachtet haben wir super zentral in einem Hostel auf der Istedgarde direkt am Bahnhof. Vielleicht hätten wir uns besser informieren sollen um zu wissen, dass wir damit direkt im Rotlichtviertel gelandet sind. Das dämmerte uns nämlich irgendwann, nachdem wir bei einem abendlichen Spaziergang durch die Nebenstraßen die ganzen Tabledanceschuppen entdeckt hatten. Nichts desto trotz ist die Nähe zum Tivoli, der Innenstadt und natürlich dem Bahnhof optimal, um sich auch zu Fuß alles ansehen zu können.

Was mir zudem nicht bewusst war, Kopenhagen ist eine Fahrradstadt. Hier haben Fahrradfahrer eine eigene Fahrbahn mit Ampelsysthem und es macht unfassbar viel Spaß mit dem Rad durch die Stadt zu heizen. Man fühlt sich dabei fast wie ein “Local”. Zudem läuft man sich dann auch nicht so die Füße platt, denn sie Sehenswürdigkeiten (Rathaus, Altstadt, Rundetarn, die kleine Meerjungfrau, Nyhavn, Christiania usw.) sind schon alle ein Stück auseinander. Um sich einen ersten Überblick zu verschaffen empfehle ich dir übrigens eine Free Walking Tour, die vor dem Rathaus startet. Die netten Städteführer sind an den grünen Regenschirmen zu erkennen und wir hatten einen sehr lustigen Australier, der uns gut unterhalten hat. Am Ende zahlt man was einem die Tour wert war.

Ein weiterer Tipp ist abends in den Tivoli zu gehen. Erst wenn es dunkel wird kommt man nämlich in den Genuss der tollen Beleuchtung, die ganzen Reisegruppen sind weg (wir hatten den Park ziemlich für uns alleine) und vor Schließung gibt es eine Lasershow am Teich. Gegönnt haben wir uns eine Fahrt mit der alten (“analogen”) Holzachterbahn und zwei Lumumba zum Schnäppchpreis von 15 Euro.

Was mir (neben dem Streetfood Markt) am besten an Kopenhagen gefallen hat liegt allerdings einige Kilometer außerhalb der Innenstadt: das Louisiana Museum (klick!) für Moderne Kunst. Das Museum ist nicht nur architektonisch ein Highlight, es hat auch einen wunderschönen Skulpturengarten mit einem traumhaften Ausblick auf den Öresund. Um jetzt einmal den Bogen zu meiner Überschrift zu spannen, auch wenn mich die Sonderausstellung (irgendwas mit Afrika) nicht so wahnsinnig vom Hocker gerissen hat, sind wir an diesem Ort in Sachen Kreativität regelrecht beflügelt worden. Ich könnte mich noch immer über die “tollen” Fotos kaputtlachen, die wir im Museum gemacht haben. Und das wir nicht rausgeworfen wurden beweist nur einmal mehr, dass die Skandinavier einfach viel cooler sind als wir spießigen Deutschen.

Warst du auch schonmal in Kopenhagen oder brauchst du noch ein paar Tipps für deine eigene Reiseplanung? Dann lass mir gerne einen Kommentar da.

Namaste

Deine Indie

4 Replies to “Städteguide: Eskalieren in Kopenhagen”

  1. Wunderschöner Artikel, wunderschöne Fotos und ja, es war ein wunderschöner Städtetrip.

  2. Das scheint eine wirklich schöne Stadt zu sein! Gerade was Städtetrips angeht, habe ich die nördlichen Länder bisher noch völlig außer Acht gelassen…

    1. Hallo Christine,
      dann solltest du das unbedingt nachholen. Die nordischen Städte haben auch kulturell einfach viel zu bieten. Nur Alkohol dort zu trinken macht einen arm 😉

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